ebb organisiert dreitägiges Symposium in Den Haag

Alisha Molter und Dr. Johnny Van Hove organisierten im Rahmen der Internationalen Metropolis Konferenz vom 18. bis 22. September in Den Haag das dreitägige IQ Symposium "Business as usual? Arbeitsmarktintegration von Migrantinnen und Migranten in Europa".

Die beiden wissenschaftlichen Referenten der ebb brachten hierfür Experten aus Wissenschaft, Politik und Zivilgesellschaft zusammen, die über aktuelle Migrationsbewegungen und Integrationsprinzipien in Europa diskutierten.

Am ersten Tag wurden die unterschiedlichen Herangehensweisen in Europa in Bezug auf Integration deutlich: Während England einen Bottom-up-Ansatz vertritt, hat Deutschland eine nationale Strategie und fördert durch das Förderprogramm IQ die Arbeitsmarktintegration von Migrantinnen und Migranten. In Polen wird eine nationale Strategie hingegen abgelehnt und Kommunen wie die Stadt Gdansk entwickeln auf lokaler Ebene ihre eigenen Lösungen.

Am zweiten Tag diskutierten die Teilnehmenden, welchen Prinzipien gute Praxisbeispiele in Europa zu Grunde liegen. Es wurden sowohl die norwegische Turbo-Evaluierung für Arbeitgeberinnen und Arbeitgeber als Beispiel guter Praxis präsentiert, als auch das Mentoringprojekt "Entry Point" für Studentinnen und Studenten, die in Finnland ihren Abschluss erworben haben und einen dauerhaften Aufenthalt in dem Land anstreben. Das Portal "Anerkennung in Deutschland" wurde als ein Beispiel guter Praxis vorgestellt, das Migrantinnen und Migranten auch vor ihrer Einreise nach Deutschland erlaubt, sich über die Arbeitsmarktvoraussetzungen und Möglichkeiten in Deutschland zu informieren.

An seinem abschließenden Tag fokussierte sich das Symposium auf die Folgen postfaktischer und populistischer Diskurse für die Öffentlichkeitsarbeit, besonders im Rahmen der Arbeitsmarktintegration.